Ode an den Döner Kebab

Kemal (Que Mal) hat im Januar und Februar das COMPA in El Alto besucht und mit Caled und Tin Tin von der Truppe Teatro Trono einen kleinen Spot, eine Ode an den Döner Kebab, aufgenommen. Das Video wird grundiert durch den aktuellen Präsidenten Evo Morales und den lateinamerikanischen Revolutionshelden Che Guevara.

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Radio Trono – Radio Comunitaria von Kindern für Kinder in El Alto

Auf der Frequenz 107.1 Mhz sendet das Freie Radio von COMPA in El Alto. Kinder und Jugendliche lernen mit dem Medium Radio umzugehen und nehmen an der politischen Willensbildung teil. Themen sind Kinderrechte und alles andere was Kinder interessiert. Jetzt gibt es das Radio auch im Internet. Klickt euch rein:

Radio Trono Website

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Konferenz zur De-Kolonisierung der Universität

Für Kurzentschlossene: Das Netzwerk Mi-Ra (Migration Research in Action) veranstaltet diese Woche eine Tagung zum Thema Decolonising the University mit Ramón Grosfoguel (Berkley Universität) und Houria Bouteldja (Les Indigénes de la République). Les Indigénes berichtet über ihre Erfahrungen als antirassistische und dekoloniale politischer Bewegung im Dialog mit dem akademischen Milieu.

Donnerstag 27. Okt (17 Uhr):
„… und die Frage der Demokratie“

Freitag 28. Okt (17:30 Uhr)
„Dekolonialer Feminismus / Antirassistischer Kampf“

Montag, 31. Okt. (14 Uhr)
“Die Ankunft Europas: Kartographie der Macht und des Rassismus“

Tagungssprache ist Englisch:

Das gesamte Programm findet ihr hier

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Die Geschichte fühlen – Artikel über Teatro Trono im ND

Vergangenes Wochenende erschien auf den Experimend-Seiten ein längerer Artikel über Teatro Trono.

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Kunst der Bildung – Methoden im Netz

Die Kunst für Bildung und die Kunst in den Aulas bilden die gesammelte Erfahrung der Arbeit von COMPA und Teatro Trono in der schulischen und außerschulischen Bildung ab. Die Methodensammlung zeigt, wie man zu Menschenrechten, Geschlechtergleichheit und Rassismus mit spielerischen und kreativen Methoden arbeiten kann und den Körper ins Zentrum der Bildung stellt. Sie ist als Papierausgabe bei COMPA Berlin für 10 EUR erhältlich.

Alle Teile der Methodensammlung können hier angesehen werden

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Kolonialgeschichte Deutschlands in der Gegenwart

Podiumsdiskussion zu deutscher Verantwortung und Kolonialismus anlässlich der Rückführung von Gebeine nach Namibia
Von 1904-1908 führten deutsche Truppen einen grausamen Vernichtungskrieg gegen die Herero, Nama und Damara, um den antikolonialen Widerstand im damaligen Deutsch-Südwestafrika (heute: Republik Namibia) zu brechen. Unzählige Gebeine von Opfern des Völkermordes und der Konzentrationslager, welche die deutschen Truppen vor Ort errichteten, wurden „zu Forschungszwecken“ nach Deutschland verschickt. Hunderte davon übernahm die Berliner Charité, die sie bis heute in ihrer Sammlung aufbewahrt.

Im Herbst will nun die Charité mit der Rückführung der geraubten Gebeine an die Nachfahren beginnen. Vom 26. September bis zum 03. Oktober 2011 wird nun eine erste Delegation verschiedener namibischer Opferverbände erwartet, welche die sterblichen Überreste von 20 Menschen in Empfang nehmen und zurück nach Namibia bringen wird.

Aus diesem Anlass findet am Mi. 28.09.11 im Haus der Kulturen der Welt eine Podiumsdiskussion zwischen Vertreter/innen der Herero und Nama, der deutschen Bundesregierung und der parlamentarischen Opposition statt.

Mehr Infos gibt es bei AfricAvenir.

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Kunst und kollektive Erinnerung: Hij@s de la Mina

Hij@s de La Mina

Kann Kunst zur Erinnerung beitragen? Wir sind der Meinung das Kunst eine sehr gute Möglichkeit der kollektiven Erinnerung ist. Aus diesem Grund hat unser Haus in Ciudad Satelite/El Alto eine Mine im Keller. Hier erfahren Kinder und Jugendliche ihre Geschichte in dem sie in ein Theaterspiel eintauchen. Die Geschichte, die die Kinder und Jugendlichen hier nachspielen, beginnt einen Tag vor der Ankunft von Christoph Columbus in der Karibik und damit im präkolumbianischen Zeitalter. Sie erleben die Geschichte der Kolonialisierung, das Leiden der Minenarbeiter_innen und ihre Kämpfe um Gerechtigkeit sinnlich, sie fühlen die Geschichte, die die Geschichte ihre Mütter und Großväter und damit ihre Geschichte ist.



Hij@s de la Mina zum anhören

Sonja Hohenbild setzt sich in ihrem englischsprachigen Essay mit der Frage von Kunst und Erinnerung auseinander. Die Mine in El Alto und das Konzept von Hij@s de la Mina bezeichnet sie als Form der selbstheilenden Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, die nicht nur einen kognitiven Ansatz darstellt, sondern auch die Körper der Kinder und Jugendlichen anspricht. Das Theaterstück Hij@s de la Mina ist Teil eines Heilungsprozesses eines kulturell-historischen Traumas, das die Bevölkerung Boliviens in der 500-jährigen Geschichte der Conquista durchlitten hat.

[Den ganzen Essay lesen (PDF)]

Theater Dekolonial

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Todesdrohungen gegen Künstlergruppen aus Bogotá

Immer wieder werden Künstler_innen in Kolumbien von Paramilitärs bedroht. Jetzt berichtet NPLA in der neuesten Ausgabe des POONAL-Dienstes über eine Todesdrohung der Aguilas Negras gegen das Kollektiv Bogotá Dual.

Am Morgen des 23. August 2011 fand das KünstlerInnenkollektiv „Bogotá Dual“ einen Zettel unter seiner Tür. „Heute beginnen wir eine Säuberungsaktion von den ganzen Drecksorganisationen, die sich uns in den Weg stellen“, heißt es da. unterzeichnet ist der äußerst aggressiv formulierte Brief von den paramilitärischen „Schwarzen Adlern“ (Aguilas Negras). Dem KünstlerInnenkollektiv und weiteren zwölf Theatergruppen aus den ärmeren Teilen Bogotás werden acht Tage Zeit gegeben, um aus der kolumbianischen Hauptstadt zu verschwinden. Anderenfalls, so der Drohbrief, würden sie „einer nach dem anderen fertig gemacht“. weiter lesen

Bogotá Dual

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Körpereinsatz!

Awareness for Fairness: Globales Lernen im Süd – Nord – Dialog
Internationaler Workshop 20./21. Oktober mit COMPA Bolivien und Berlin

Der O-Ton aus dem Süden wird bestimmend sein: Expertinnen und Experten des Globalen Lernens, der Umweltbildung und Demokratieerziehung aus Bolivien, El Salvador, Kamerun, Nicaragua und Senegal treffen am 20.und 21. Oktober 2011 in Berlin zusammen und tauschen sich untereinander und mit Berliner Kolleginnen und Kollegen über Erfahrungen und Ideen, Ansätze und Konzepte aus. An den zwei Konferenztagen werden sie in insgesamt sechs Arbeitsgruppen den Interessierten aus Berliner Schulen, Vereinen, Bildungseinrichtungen oder Weltläden direkt vermitteln, welche Erfahrungen sie auf ihren Arbeitsfeldern in ihren Ländern gemacht haben. Ein radikaler Wechsel der Perspektive für die Teilnehmenden ist garantiert und beabsichtigt. So treffen sich Partner im Gespräch und sind gleichzeitig Lehrende und Lernende.

Beitrag des COMPA:
Brechen mit dem „kolonialen Erbe“ durch Theaterpädagogik
Wir alle sind Teil des postkolonialen Systems und stecken tief in entsprechenden Denk- und Verhaltensweisen. Das theaterpädagogische Konzept der „Dekolonialisierung des Körpers“ trägt zu deren Aufbrechen bei, in dem der Körper lernt, ohne langes Überlegen zu reagieren. Wie das funktioniert und wie das Selbstbewusstsein insbesondere Jugendlicher damit gefördert wird, vermitteln die Referentinnen des COMPA – mit viel Praxis!

Mehr Infos und Anmeldung bei: GSE oder unter Awareness for Fairness

Kurskonzept

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Die Kunst der freien Körper für Schulen

In Bolivien arbeitet COMPA seit langem mit Schulen zusammen. Die Implementierung von körperlicher Kunst als integraler Bestandteil von Schulbildung ist für uns ein wichtiger Baustein für eine Erziehungsphilosophie, die Kinder, Jugendliche aber auch Lehrer_innen dazu befähigt, sich selbstbewusst und mit Würde zu begegnen. Kunst und Theater gehören daher nicht in bestimmte Schulfächer eingesperrt, sondern sollten alltäglicher Bestandteil unserer Ausbildung sein.

Das obsessive Festhalten an didaktischen Konzepten und curricularer Theorie negiert den körperlichen Aspekt von Bildung. Die Defizite an deutschen Schulen sind immens. Die Bürokratie herrscht über das Lehrer_innenkollegium und die Kinder. Engagement und Kreativität müssen immer noch curricularen und didaktischen Zwängen weichen. Der Lehrer, die Lehrerin ist zunächst eine leibliche Intellektuelle. Als solche muss sie oder er sich vor den Kindern bewähren.

Die Lehrer_innenausbildung, die in Deutschland an Hochschulen stattfindet, klammert sich an Theorie und technischer Machbarkeit fest. Dementsprechend unvorbereitet sind Lehrer_innen wenn sie zum ersten Mal vor einer Klasse bestehen müssen. Wir haben in Bolivien die Erfahrung gemacht, dass körperliche Arbeit, Kreativität und Kunst als Querschnittsaufgabe der Bildung dazu führt, dass Kinder und Jugendliche besser lernen und sich selbstbewusster entwickeln. Das ist für die demokratische Weiterentwicklung der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung.

Die Lehrer_innen nehmen dabei eine Schlüsselposition ein. Sie sind die direkten Bezugspersonen der Kinder und Jugendlichen an der Schule. An der Universität Kassel fand im Sommersemester 2011 ein erstes Seminar mit Lehrer_innen statt, bei denen in Kooperation mit dem Lehrbeauftragten Thomas Guthmann, mit Unterstützung von Prof. Dr. Bernd Overwien vom FB 5, das Konzept „los cuerpos libres en las aulas“ des COMPA zur Anwendung kam. Die Lehramtsanwärter_innen setzten sich im Rahmen des Seminars „Mit kultureller Vielfalt und Differenz an der Schule umgehen“ mit sich als leibliche Intellektuelle in einem interkulturellen Kontext auseinander.

Neben Methoden der Vertrauensbildung unter dem Motto „Nicht Denken – nur Fühlen“ führten die Teilnehmer_innen unter Anleitung von Coral Salazar Torrez Performances zum Thema Kultur, Fremdheit und Befangenheit auf und machten Zeitungstheater zur Berichterstattung über Schule und Migration.

Untitled from COMPA Berlin on Vimeo.

Videoclip der Präsentation des Zeitungstheaters zum Thema „gescheiterte Integration?“: Zeitungsartikel als Politikerrede.

Unsere Idee der Freien Körper an den Schulen haben wir zusammengetragen und dieses Jahr als Methodensammlung (Hier Ansehen) herausgegeben. Es kann bei COMPA Berlin bestellt werden. Im kommenden Jahr wird die Methodensammlung auf Deutsch erscheinen.

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