Pädagogik im globalen postkolonialen Raum

Postkoloniale Paedagogik Wir freuen uns, eine Publikation bekannt machen zu können, die COMPA in El Alto gemeinsam mit den Initiativen Maíz und Entschieden gegen Rassismus zu pädagogischen Initiativen der Emanzipation herausgegeben hat. Das Buch ist ab sofort im Handel erhältlich. Im Klappentext heißt es: „In der sich verändernden postkolonialen und postnationalsozialistischen (Welt-)Gesellschaft braucht es angesichts zunehmender Ungleichverteilungen kritisch emanzipatorische Bildungskonzepte und -praxen. Dabei steht auch die Frage im Vordergrund, wie progressive Pädagogik reflexiv und intervenierend Impulse für gerechtere Verhältnisse und Bildungspraxen geben kann? Welche relevante Praxen kritisch-emanzipatorisch ambitionierter Pädagogik gibt es, welche die oben beschriebenen Ziele verfolgen? Dekoloniale Ansätze aus Bolivien, Brasilien, Österreich und Deutschland geben praktische und theoretische Antworten und stellen weitere Fragen.“

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Knappes Wasser, handelnde Körper!

Anfang November war Teatro Trono in Berlin und präsentierten ihr Stück Im Stück Hasta la última gota/Bis zum letzten Tropfen, eine Collage mehrerer kurzer Stücke, die das Thema Klimawandel und die Frage der „Klimagerechtigkeit“ facettenreich behandeln. Mit der bekannten Mischung aus pantomimischen Theater und musikalischen Einlagen legten Teatro Trono den Finger in die Wunde und kritisierten auf gewohnt ironisch Weise die weltweit ungezügelte Wachstumspolitik, die für immer mehr Menschen Elend bedeuten und die Lebensgrundlagen zerstört. Die meisten Ressourcen unseres Planeten werden von wenigen konsumiert werden und diejenigen, die die Konsumgüter erzeugen, haben oft nicht das nötigste zum Leben. Im Stück ging es auch um die Notwendigkeit, dagegen Widerstand zu leisten und welche Möglichkeiten gegeben sind, wenn sich die Betroffenen zusammenschließen.

In zwei Workshops arbeitete Teatro Trono mit Multiplikatoren*innen zum Thema körperlicher Arbeit und Intervention in der politischen Bildung

Workshop 1 zielte auf einen Austausch ab, bei denen Möglichkeiten körperlicher Bildungsarbeit ausgelotet und diskutiert werden sollten. Neben Mitgliedern von COMPA Berlin nahmen weitere Teilnehmer*innen von zwei weiteren Theatergruppen teil, die aus dem postmigrantischen Theaterbereich kommen und deren Mitglieder mit verschiedenen Hintergründen ausgestattet sind. Der Austausch fand mit vielen gruppendynamischen Übungen statt, bei dem auf der einen Seite Teatro Trono Formen der körperlichen Bildungsarbeit in El Alto / Bolivien präsentierten und Theater X ihre Arbeit zu alltäglichem Rassismus darstellte. In der anschließenden Diskussion ging es darum, welche Rolle der Körper in einem gesellschaftliche Kontext besitzt (als Frau, als Mann, als Weiße/r, als indigener Mensch, als Migrant/in) und wie körperliche Zuschreibung auch politische Handlungsoptionen eröffnet oder verschließt.

Im zweiten Workshop stand der Erfahrungsaustausch zwischen Akteuren der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Berlin und Teatro Trono im Mittelpunkt. Folgender Frage wurde nachgegangen: Welche Praxen haben sich an der Schnittstelle zwischen Kunst, Pädagogik und körperlicher Dekolonisierung in diesen verschiedenen Kontexten ergeben? Wie entwickeln sie sich permanent als Antwort der Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen weiter? Im Labortreffen wurde über die verschiedenen Praxen in Deutschland und Bolivien im Bildungskontext gesprochen. Dabei wurden anhand verschiedener Beispiele, wie der Arbeit mit Textilien in den beiden Ländern über Möglichkeiten gesprochen, Thematiken wie Klimawandel, Kolonialismus oder Rassismus zu behandeln.

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Teatro Trono in Berlin: Workshops und Theater zum Thema Wasserknappheit und körperliche De-Kolonisierung!

Bis-zum-letzten-Tropfen

Am 1. November veranstaltet COMPA Berlin gemeinsam mit Theater X in Berlin Moabit den Workshop Praxen der körperlichen De-Kolonisierung als Möglichkeit kunst-politischer Intervention. Am Mittwoch den 2. November findet ein Werkstattgespräch zu Erfahrungen der körperlichen Dekolonisierung als Möglichkeit entwicklungspolitischer Intervention in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit in El Alto und Berlin statt. Am Freitag, den 3.11. präsentieren wir im Theater X das Stück Bis zum letzten Tropfen (Hasta la Última Gota).

Ausführliche Infos zu den Aktivitäten in Berlin findet ihr hier

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SUMAK KAWASAY – Das gute Leben

Im April findet in Berlin eine Woche zum „Guten Leben“ statt. Das Prinzip des guten Lebens ist ein Teil der andinen Kosmovision. Sie versteht das gute Leben als den Auftrag, im Einklang mit Pachamama (Mutter Erde), in gegenseitigem zwischenmenschlichen Respekt (Aini) und in Gemeinschaft (Ayllu) zu leben, Verantwortung zu übernehmen in der Rotation von Ämtern (Mallku).

Vom 20. bis 29. April laden wir euch ein, an den vielfältigen Programmpunkten aus Workshops, Vorträgen, Konzertlesung, Filmvorführung, Stadttour und vielem mehr teilzunehmen. Das vollständige Programm findet ihr hier: http://www.fairbindung.org/buenvivir/

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Film: Hilar una Frase – Wörter aneinanderreihen

Noch bis 3. März 2017 kann jeweils Samstags von 12 bis 17 Uhr der Film von Karen Michelsen Castañon „Hilar una Frase: Wörter aneinanderreihen“ angesehen werden. Der Film ist Teil der Ausstellung Scriptings #47: Man schenkt keinen Hund. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Lehrmaterialien zur Integration vor dem Hintergrund immer wieder aufflammender Leitkulturdebatten.

Woerter aneinanderreihen

Der Ausstellungsname „Man schenkt keinen Hund“ bezieht sich auf eine Übung für das Pronom „Man“. Gegenstand der Übung ist die Diskussion über adäquate Geschenke für eine Einweihungsparty. Die Ausstellung ist als offenes künstlerisches Projekt konzipiert, das die Idee der identitären Leitkultur rund um das Thema ‚Integration‘ hinterfragen will.

Der Ausstellungsort: Scriptings, Kamerunerstr. 47, 13351 Berlin // Öffnungszeiten: Samstags 12-17 hours und nach Vereinbarung.
Mehr Information: http://www.scriptings.net/

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Videoproduktionen aus dem Knast

Im Herbst führte COMPA in El Alto ein Projekt mit Insassen der Jugendhaftanstalt in Qalauma zum Thema Maskulinität durch. Männliche und weibliche jugendliche Insassen von Qalauma beschäftigten sich mit dem Thema. Am Ende produzierten sie Videos zum Thema. Eines der Videos haben wir untertitelt und präsentieren es hier auf unserem Blog.

SOMBREROS from Fundación COMPA El Alto on Vimeo. Für Untertitel auf CC aktivieren (unten in der Leiste neben HD).

Sombreros (Hüte) ist eine Produktion der Mädchen aus Qalauma.

Viele der Insassen in Qalauma haben ihre Karriere als Straftäter*innen begonnen, weil sie aus zerütteten Familienverhältnissen stammen. Gewalt in der Familie kennen viele aus eigener Erfahrung. Die Workshops ermöglichten den Teilnehmer*innen, sich damit auseinanderzusetzen. In Kürze werden wir auch die anderen Videos präsentieren.

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Bon Voyage – Körper neu wahrnehmen!

Bon Voyage Im Artikel „Körper neu wahrnehmen“ erläutern wir unsere Erfahrungen in der Praxis mit der körperlichen De-Kolonisierung. Das Konzept der körperlichen De-Kolonisierung ist in einer postkolonial konfigurierten Gesellschaft entstanden, die einem großen Teil der Bevölkerung den Zugang zu gesellschaftlichem Reichtum und politischer Partizipation verweigerte und bis heute verweigert – in Bolivien. Körper erfahren und reagieren auf patriarchale, soziale und rassistische Segregation. Zur Stabilisierung jeglicher Form von Herrschaft ist die Zustimmung der Unterdrückten notwendig. Herrschaft stabilisiert sich dann, wenn sich die Verhältnisse als „natürlich“ darstellen und Zuschreibungen zu Eigenbeschreibungen werden. Kolonialregime haben Körper des Selbsthasses und der Selbstverachtung geschaffen, Körper, die gefangen sind in einer Haut der Angst, die Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl einschnüren.

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Afrika in Berlin: Projekt mit der Paul-Löbe-Schule

Schüler*innen der neunten Klasse der Paul-Löbe-Schule in Berlin-Reinickendorf haben sich bis Sommer 2016 mit Kolonialismus, Diskriminierung und Ausgrenzung beschäftigt. Das Projekt von COMPA Berlin in Zusammenarbeit mit Lehrerinnen aus der Schule wurde mit Unterstützung des Kulturagentenprogramms realisiert. Entstanden ist während des Projektes eine zwanzig-minütige Dokumentation, die Karen Michelsen gemeinsam mit den Schüler*innen gedreht hat.

Afrika in Berlin from Karen Michelsen Castañón in cooperation with COMPA Berlin e.V..

Die Kooperation mit der Paul-Löbe-Schule begann bereits vor einem Jahr. Die Schule beteiligte sich im Herbst 2015 am Projekt Stadt der Zukunft. Im Projekt beschäftigten sich Schüler*innen aus fünf Berliner Schulen mit dem Thema Stadt und dem Nachhaltigen Entwicklungsziel 11. Ziel 11 sieht die Transformation der urbanen Räume in Orte vor, die ressourcenschonend, lebenswert und solidarisch sind.

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Artikel zur Dekolonisierung des Körpers

Sozialarbeit des Suedens Der Artikel „De-Colonising the Body and Social Work in the South: the practical experience of COMPA in Bolivia“ ist unsere erste englisch-sprachige Veröffentlichung zum Thema körperliche De-Kolonisierung. Das Dokument fasst die Geschichte von COMPA in Bolivien zusammen und reflektiert die Notwendigkeit einer körperlichen De-Kolonisierung auch im Norden. Der Artikel basiert auf den praktischen Erfahrungen von COMPA Bolivien und COMPA Berlin, orientiert sich an den Publikationen „La Mañana es Hoy“ (Teatro Trono) und „la Descolonisación del Cuerpo“ (Iván Nogales) und sucht theoretische Anknüpfungspunkte für die Praxis der körperlichen De-Kolonisierung.

Der Artikel ist im Sammelband „Sozialarbeit des Südens, Bd. 6 – Soziale Entwicklung“, herausgegeben von Ronald Lutz & Friso Ross im Paulo-Freire-Verlag erschienen.

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Lernen durch Freude am Spiel

An rund 20 Schulen in El Alto ist COMPA aktiv. Erklärtes Ziel ist es, die Lehrpläne und den Schulalltag bunter und spielerischer zu gestalten. In den Bildungsclubs werden mit kreativen Methoden Schüler*innen zum lernen animiert. Dabei geht es auch um grundlegende Fähigkeiten, wie Lesen, Schreiben, Rechnen oder das Erlernen der zweiten indigenen Sprache Aymara. COMPA hat in Bolivien ein ganzes Repertoire an Methoden entwichelt, bei dem Lernen und Spielen als Einheit gesehen werden.

Lehrerfortbildung
Spaß und Spiel wird auch bei der Weiterbildung der Lehrer*innen groß geschrieben.

Ein wichtiger Bestandteil der Tätigkeit ist die Einbeziehung der Lehrer*innen in die Arbeit von COMPA an den Schulen. Langfristig sollen sie die Verankerung des kreativen methodologischen Ansatz gewährleisten. Wie in Deutschland ist die Lehrerausbildung v.a. fächerorientiert und dementsprechend schlecht sind die Lehrer*innen auf die oftmals komplexe Lernrealität ihrer Schüler*innen vorbereitet. In den Fortbildungen lernen die Lehrkräfte kreative Methoden kennen, setzen sich dabei gleichzeitig mit den postkolonialen gesellschaftlichen Bedingungen Boliviens auseinander, die großen Einfluss auf das Lernen haben

Lehrerfortbildung
Im neuen Bildungsgesetz Boliviens von 2011 wird die De-Kolonisierung als wichtiges Bildungsziel festgeschrieben.

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