SUMAK KAWASAY – Das gute Leben

Im April findet in Berlin eine Woche zum „Guten Leben“ statt. Das Prinzip des guten Lebens ist ein Teil der andinen Kosmovision. Sie versteht das gute Leben als den Auftrag, im Einklang mit Pachamama (Mutter Erde), in gegenseitigem zwischenmenschlichen Respekt (Aini) und in Gemeinschaft (Ayllu) zu leben, Verantwortung zu übernehmen in der Rotation von Ämtern (Mallku).

Vom 20. bis 29. April laden wir euch ein, an den vielfältigen Programmpunkten aus Workshops, Vorträgen, Konzertlesung, Filmvorführung, Stadttour und vielem mehr teilzunehmen. Das vollständige Programm findet ihr hier: http://www.fairbindung.org/buenvivir/

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Film: Hilar una Frase – Wörter aneinanderreihen

Noch bis 3. März 2017 kann jeweils Samstags von 12 bis 17 Uhr der Film von Karen Michelsen Castañon „Hilar una Frase: Wörter aneinanderreihen“ angesehen werden. Der Film ist Teil der Ausstellung Scriptings #47: Man schenkt keinen Hund. Die Ausstellung beschäftigt sich mit Lehrmaterialien zur Integration vor dem Hintergrund immer wieder aufflammender Leitkulturdebatten.

Woerter aneinanderreihen

Der Ausstellungsname „Man schenkt keinen Hund“ bezieht sich auf eine Übung für das Pronom „Man“. Gegenstand der Übung ist die Diskussion über adäquate Geschenke für eine Einweihungsparty. Die Ausstellung ist als offenes künstlerisches Projekt konzipiert, das die Idee der identitären Leitkultur rund um das Thema ‚Integration‘ hinterfragen will.

Der Ausstellungsort: Scriptings, Kamerunerstr. 47, 13351 Berlin // Öffnungszeiten: Samstags 12-17 hours und nach Vereinbarung.
Mehr Information: http://www.scriptings.net/

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Videoproduktionen aus dem Knast

Im Herbst führte COMPA in El Alto ein Projekt mit Insassen der Jugendhaftanstalt in Qalauma zum Thema Maskulinität durch. Männliche und weibliche jugendliche Insassen von Qalauma beschäftigten sich mit dem Thema. Am Ende produzierten sie Videos zum Thema. Eines der Videos haben wir untertitelt und präsentieren es hier auf unserem Blog.

SOMBREROS from Fundación COMPA El Alto on Vimeo. Für Untertitel auf CC aktivieren (unten in der Leiste neben HD).

Sombreros (Hüte) ist eine Produktion der Mädchen aus Qalauma.

Viele der Insassen in Qalauma haben ihre Karriere als Straftäter*innen begonnen, weil sie aus zerütteten Familienverhältnissen stammen. Gewalt in der Familie kennen viele aus eigener Erfahrung. Die Workshops ermöglichten den Teilnehmer*innen, sich damit auseinanderzusetzen. In Kürze werden wir auch die anderen Videos präsentieren.

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Bon Voyage – Körper neu wahrnehmen!

Bon Voyage Im Artikel „Körper neu wahrnehmen“ erläutern wir unsere Erfahrungen in der Praxis mit der körperlichen De-Kolonisierung. Das Konzept der körperlichen De-Kolonisierung ist in einer postkolonial konfigurierten Gesellschaft entstanden, die einem großen Teil der Bevölkerung den Zugang zu gesellschaftlichem Reichtum und politischer Partizipation verweigerte und bis heute verweigert – in Bolivien. Körper erfahren und reagieren auf patriarchale, soziale und rassistische Segregation. Zur Stabilisierung jeglicher Form von Herrschaft ist die Zustimmung der Unterdrückten notwendig. Herrschaft stabilisiert sich dann, wenn sich die Verhältnisse als „natürlich“ darstellen und Zuschreibungen zu Eigenbeschreibungen werden. Kolonialregime haben Körper des Selbsthasses und der Selbstverachtung geschaffen, Körper, die gefangen sind in einer Haut der Angst, die Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl einschnüren.

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Afrika in Berlin: Projekt mit der Paul-Löbe-Schule

Schüler*innen der neunten Klasse der Paul-Löbe-Schule in Berlin-Reinickendorf haben sich bis Sommer 2016 mit Kolonialismus, Diskriminierung und Ausgrenzung beschäftigt. Das Projekt von COMPA Berlin in Zusammenarbeit mit Lehrerinnen aus der Schule wurde mit Unterstützung des Kulturagentenprogramms realisiert. Entstanden ist während des Projektes eine zwanzig-minütige Dokumentation, die Karen Michelsen gemeinsam mit den Schüler*innen gedreht hat.

Afrika in Berlin from Karen Michelsen Castañón in cooperation with COMPA Berlin e.V..

Die Kooperation mit der Paul-Löbe-Schule begann bereits vor einem Jahr. Die Schule beteiligte sich im Herbst 2015 am Projekt Stadt der Zukunft. Im Projekt beschäftigten sich Schüler*innen aus fünf Berliner Schulen mit dem Thema Stadt und dem Nachhaltigen Entwicklungsziel 11. Ziel 11 sieht die Transformation der urbanen Räume in Orte vor, die ressourcenschonend, lebenswert und solidarisch sind.

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Artikel zur Dekolonisierung des Körpers

Sozialarbeit des Suedens Der Artikel „De-Colonising the Body and Social Work in the South: the practical experience of COMPA in Bolivia“ ist unsere erste englisch-sprachige Veröffentlichung zum Thema körperliche De-Kolonisierung. Das Dokument fasst die Geschichte von COMPA in Bolivien zusammen und reflektiert die Notwendigkeit einer körperlichen De-Kolonisierung auch im Norden. Der Artikel basiert auf den praktischen Erfahrungen von COMPA Bolivien und COMPA Berlin, orientiert sich an den Publikationen „La Mañana es Hoy“ (Teatro Trono) und „la Descolonisación del Cuerpo“ (Iván Nogales) und sucht theoretische Anknüpfungspunkte für die Praxis der körperlichen De-Kolonisierung.

Der Artikel ist im Sammelband „Sozialarbeit des Südens, Bd. 6 – Soziale Entwicklung“, herausgegeben von Ronald Lutz & Friso Ross im Paulo-Freire-Verlag erschienen.

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Lernen durch Freude am Spiel

An rund 20 Schulen in El Alto ist COMPA aktiv. Erklärtes Ziel ist es, die Lehrpläne und den Schulalltag bunter und spielerischer zu gestalten. In den Bildungsclubs werden mit kreativen Methoden Schüler*innen zum lernen animiert. Dabei geht es auch um grundlegende Fähigkeiten, wie Lesen, Schreiben, Rechnen oder das Erlernen der zweiten indigenen Sprache Aymara. COMPA hat in Bolivien ein ganzes Repertoire an Methoden entwichelt, bei dem Lernen und Spielen als Einheit gesehen werden.

Lehrerfortbildung
Spaß und Spiel wird auch bei der Weiterbildung der Lehrer*innen groß geschrieben.

Ein wichtiger Bestandteil der Tätigkeit ist die Einbeziehung der Lehrer*innen in die Arbeit von COMPA an den Schulen. Langfristig sollen sie die Verankerung des kreativen methodologischen Ansatz gewährleisten. Wie in Deutschland ist die Lehrerausbildung v.a. fächerorientiert und dementsprechend schlecht sind die Lehrer*innen auf die oftmals komplexe Lernrealität ihrer Schüler*innen vorbereitet. In den Fortbildungen lernen die Lehrkräfte kreative Methoden kennen, setzen sich dabei gleichzeitig mit den postkolonialen gesellschaftlichen Bedingungen Boliviens auseinander, die großen Einfluss auf das Lernen haben

Lehrerfortbildung
Im neuen Bildungsgesetz Boliviens von 2011 wird die De-Kolonisierung als wichtiges Bildungsziel festgeschrieben.

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Workshop 8./ 9. Juli: Orientierung an der Wahrnehmung der Bewegung

Die Orientación de la Percepción del Movimiento (Orientierung an der Wahrnehmung der Bewegung) begreift Körper als Speicher sozialer Erfahrungen und Bewegung als Mittel zur Veränderung. Durch Bewegung erlangen die Körper ein Bewusstsein über ihre Geschichte. Bewegung ist sowohl äußere als auch innere Regung des Körpers. Innere Regungen des Körpers befähigen uns, uns den Wandel vorzustellen. Ohne die Fähigkeit, sich innerlich wie äußerlich zu bewegen, bleiben unsere Körper gefangen und blockieren sich selbst. Sie bleiben in der Ignoranz und verharren im Unbewusstsein.

Wir leben in einer Kultur der Unterdrückung, von der das Erbe der Kolonialzeit ein Teil davon ist. Dieses System bestimmt immer noch über uns in vielen Facetten. Es wird als unterschwellige Information permanent eingeflößt und unsere Körper saugen es unbewusst auf.

Im Workshop lernen wir die Sprache und die Atmung unseres eigenen Körpers bewusster wahrzunehmen, Achtsamkeit zu gewinnen und Wege der Rückkehr zu unserem eigenen Kern. Wir möchten unsere innere und äußere Welt ohne Wertung betrachten.

Workshopleitung: Silvia Chávez Gaytán / Karen Michelsen Castañón
Termine:
Fr. 08. Juli 2016, 18 – 21 Uhr
Sa. 09. Juli 2016, 10 – 18 Uhr

Ort: Xart Splitter, Hasenheide 73, Berlin-Kreuzberg

Kosten pro Person: gestaffelt, je nach Einkommen: 40€ (bis 800 € im Monat), 70€ (bis 1000€ im Monat), 90€ (über 1000€ im Monat). Bitte schreibt bei der Anmeldung, welcher Preis gezahlt wird.
(Zahlung per Überweisung bis 1. Juli 2016)

Bitte bequeme Kleidung und eigene Yogamatte oder eine Decke mitbringen.

Anmeldungen:
compa-berlin@gmx.de

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Historisches Lernen: Wir sind Kinder der Mine!

Seit dem 16. Jahrhundert wird in Bolivien Bergbau betrieben. Zunächst wurde am Cerro Rico Silber abgebaut. Der Berg ist bis heute durch die Stollen durchlöchert wie ein Schweizer Käse und ist in den Jahrhunderten um 500 Meter eingesackt. Als die Silbervorkommen im Cerro Rico erschöpft waren, wurde Zinn und Zink im großen Stil abgebaut. Unter den Spanier*innen waren die Quechua und Aymara gezwungen Zwangsarbeit in den Minen zu leisten, später mussten die Bergleute zu miserablen Bedingungen schuften.

Somos Hijos de la Mina – Wir sind Kinder der Mine from COMPA Berlin on Vimeo Kurzdoku ‚Wir sind Kinder der Mine‘ über das interaktive Theaterstück in den Kellerräumen des Kulturzentrums COMPA in El Alto.

Fast jede_r in El Alto hat Bergleute in der Ahnengalerie. Die Mineros sind Helden_innen in Bolivien, sie sind Teil des nationalen Mythos, sie haben das Land geprägt, wie kaum ein anderer Berufszweig. Dennoch erinnert man sich in der Familie eher ungern dieser Geschichte. Denn bis heute sind die Bergarbeiter_innen jener Teil der Bevölkerung mit der geringsten Lebenserwartung und kaum eine_r möchte sich mit den Minenarbeitern identifizieren. ‚Wir sind Kinder der Mine‘ ist ein interaktives Theaterstück, in dem die Teilnehmer_innen die Geschichte nacherleben können. Eine innovative Form des historischen Lernens, die vergangene Woche auf der Konferenz „Mit Bildung die Welt verändern?!“ in Hofgeismar vorgestellt wurde. Jetzt das Video ansehen!

Weitere Infos zum Projekt

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