Historisches Lernen: Wir sind Kinder der Mine!

Seit dem 16. Jahrhundert wird in Bolivien Bergbau betrieben. Zunächst wurde am Cerro Rico Silber abgebaut. Der Berg ist bis heute durch die Stollen durchlöchert wie ein Schweizer Käse und ist in den Jahrhunderten um 500 Meter eingesackt. Als die Silbervorkommen im Cerro Rico erschöpft waren, wurde Zinn und Zink im großen Stil abgebaut. Unter den Spanier*innen waren die Quechua und Aymara gezwungen Zwangsarbeit in den Minen zu leisten, später mussten die Bergleute zu miserablen Bedingungen schuften.

Somos Hijos de la Mina – Wir sind Kinder der Mine from COMPA Berlin on Vimeo Kurzdoku ‚Wir sind Kinder der Mine‘ über das interaktive Theaterstück in den Kellerräumen des Kulturzentrums COMPA in El Alto.

Fast jede_r in El Alto hat Bergleute in der Ahnengalerie. Die Mineros sind Helden_innen in Bolivien, sie sind Teil des nationalen Mythos, sie haben das Land geprägt, wie kaum ein anderer Berufszweig. Dennoch erinnert man sich in der Familie eher ungern dieser Geschichte. Denn bis heute sind die Bergarbeiter_innen jener Teil der Bevölkerung mit der geringsten Lebenserwartung und kaum eine_r möchte sich mit den Minenarbeitern identifizieren. ‚Wir sind Kinder der Mine‘ ist ein interaktives Theaterstück, in dem die Teilnehmer_innen die Geschichte nacherleben können. Eine innovative Form des historischen Lernens, die vergangene Woche auf der Konferenz „Mit Bildung die Welt verändern?!“ in Hofgeismar vorgestellt wurde. Jetzt das Video ansehen!

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